Johanna LalouschekJohanna LalouschekJohanna Lalouschek

 

Kommunikatives Selbst-Coaching

 

Ein Sensibilisierungs-Training für kompetente Kommunikation -
oder "Wie soll ich wissen, was ich tue, ehe ich analysiert habe, was ich sage?"

 

Dieses von mir entwickelte Trainingskonzept hat das Ziel, Sie für kommunikative Prozesse und ihre Wechselwirkungen in Gesprächen so zu sensibilisieren, dass Sie in der Lage sind, selbstständig auf die Qualität Ihrer eigenen Kommunikation zu achten und selbstständig an den von ihnen gewünschten Verbesserungen weiterzuarbeiten, so dass Sie gewissermaßen als Ihr eigener Gesprächs-Coach fungieren können.

Dazu üben Sie zuerst gemeinsam mit mir unter gesprächsanalytischer Anleitung an Ihren eigenen Gesprächen, die Sie im Rahmen Ihrer beruflichen Tätigkeit oder im Alltag führen.

 

Hier sind die Details:


 

Was ist ein Sensibilisierungstraining?

Was hat die Gesprächsanalyse damit zu tun?

 

Das von mir entwickelteSensibilisierungstraining für kompetente Kommunikation

  • arbeitet gezielt mit Ton- oder Vieoaufnahmen Ihrer eigenen Gespräche.
  • Das ermöglicht Ihnen, sich auf neue und ungewöhnliche Art in ihrer Gesprächskompetenz zu erleben,
  • es erhöht Ihre Aufmerksamkeit für kommunikative Phänomene und Wechselwirkungen in diesen Gesprächen,
  • und es versetzt Sie in die Lage, Schwachstellen in der Kommunikation rascher zu erkennen und sie selbständig zu beheben.
  • All das kann Ihnen langfristig mehr Vertrauen und Zufriedenheit mit Ihrer Gesprächsführung geben.

Das Training basiert auf dem wissenschaftlichen state-of-the-art gesprächsanalytischer Arbeitsweise -
mit ihren drei Spezifika:

  1. Die konsequente und ausschließliche Arbeit mit Ton- oder Videoaufnahmen tatsächlich stattfindender Gespräche.
  2. Die Herstellung von detaillierten Verschriftungen (Transkripten) dieser Gespräche als Basis für die Analyse und das Training.
  3. Die linguistische Analyse selbst: Diese baut auf wissenschaftlich fundierten Erkenntnissen zu den Regularitäten von Kommunikation, zu sprachlichem Handeln und zu Gesprächskompetenz auf und diagnostiziert den Ist-Zustand. Von dieser klaren Diagnose ausgehend können wissenschaftliche fundierte Lösungsansätze und Veränderungsvorschläge erarbeitet werden.

Die gesprächanalytische Methode bietet in Gesprächstrainings ganz spezifische Vorteile:

  • Ein in Kommunikationstrainings bekanntes Problem ist die mangelnde Realitätsnähe der Übungen,
    d.h., dass in den Trainings außerhalb der eigentlichen Arbeits- und Gesprächssituation
    nie die "ganz konkrete, reale Gesprächssituation" mit all ihren Bedingungen bearbeitet werden kann.

    In Gesprächen, die in Rollenspielen geübt werden oder die als erinnerte Problembeschreibungen reflektiert werden,
    - so sinnvoll dies als Methode für bestimmte Fragestellungen sein kann -,
    gehen situative Faktoren, die in der Gesprächsanalyse als gesprächsbestimmende Einflüsse bekannt sind,
    und die in ihrer Relevanz oftmals gar nicht bewusst sind, systematisch verloren.
    Die Künstlichkeit der Trainingssituation tut ihr Eigenes dazu.
    Und das wiederum kann bewirken, dass viele der Erkenntnisse, die im Training einleuchtend scheinen,
    sich im beruflichen Alltag plötzlich nicht wiederfinden oder gar nicht umsetzen lassen.
    Und eigentlich versteht man nicht, warum.

  • Mit den Aufnahmen Ihrer tatsächlich stattgefundenen Gespräche als Grundlage für Training und Analyse
    können ganz präzise diejenigen Kommunikationsabläufe herausgearbeitet werden,
    die unter Ihren konkreten Gesprächs- und Arbeitsbedingungen auch tatsächlich entstehen,
    und kommunikative Problemstellen genau an dem Punkt beleuchtet werden, an dem sie wirksam werden.
  • In der von mir angeleiteten gemeinsamen Analyse arbeiten wir mit den Verschriftungen und den Gesprächsaufnahmen selbst und beobachten und untersuchen aller Vorgänge wie unter Zeitlupe und Zoom.
  • Dadurch kommt es quasi automatisch zu einer zunehmenen Aufmerksamkeit und Sensibilität
    für die Feinheiten kommunikativer Prozesse, für interaktive Phänomene und ihre Wechselwirkungen im Gesprächsverlauf.
  • Und damit entsteht Schritt für Schritt eine erhöhte Sensibilität genau für die Ereignisse - gute wie störende -,
    die in Ihren realen Gesprächssituationen tatsächlich stattfinden und ein "besseres Gespür" für Ihre eigene Gesprächsführung.
  • Mit diesem Verstehen und dem konkreten Material können wir an jedem Punkt des Gesprächs gemeinsam Alternativen und Verbesserungen überlegen und diese - in kleinen Übungen oder Rollenspielen - auf ihre förderliche oder überraschenderweise vielleicht gar nicht förderliche Wirkung hin ausprobieren.
    Auch dies fördert weiter die Sensibilität für Wechselwirkungen von Interaktion.
  • Die gemeinsame Entwicklung von Lösungen aus dem tatsächlichen Gespräch heraus hat den Vorteil,
    dass diese punktgenau an Ihre Gesprächserfordernisse und an die konkreten aktuellen Rahmenbedingungen,
    in denen die Gespräche stattfinden, angepasst sind -
    d.h., dass wir Lösungen entwickeln, die im realen Alltag dann auch "tatsächlich funktionieren" können.
  • Diese grundlegende Sensibilisierung für kommunikative Prozesse versetzt Sie im Anschluss an das Coaching
    langfristig in die Lage, selbstständig auf die Qualität der eigenen Kommunikation zu achten und selbstständig an Verbesserungen weiterzuarbeiten - also Ihr/e eigene/r, quasi professionelle/r Gesprächs-Coach zu sein.
 

 

Für wen eignet sich das Training?

     

  • Für Personen, die eine wissenschaftlich fundierte Einschätzung ihrer Gesprächsführungs-Kompetenz in Beruf oder Alltag erhalten wollen.
    Hier kann das Training Sicherheit und Korrektur in der Selbstwahrnehmung der vorhandenen kommunikativen Fähigkeiten geben und diese damit weiter fördern - oder einfach die Neugierde befriedigen, wie kompetent man in der eigenen Gesprächsfähigkeit ist.

     

  • Für Personen, die im Beruf viel und häufig kommunizieren müssen, wie z.B. BeraterInnen, ÄrztInnen, PflegerInnen, KundenbetreuerInnen und LehrerInnen.
    Hier kann das Training deutlich machen, was in unterschiedlichen Gesprächssituationen kommunikativ erforderlich und möglich ist und was nicht, und es kann überhöhte Vorstellungen korrigieren. Es erhöht die Kompetenz, Gespräche zugleich ökonomisch wie kommunikativ kompetent zu führen, und erzielt eine entlastende Wirkung im Berufsalltag.

     

  • Für Personen, die sich in ihrer Gesprächsführung im Wesentlichen kompetent erleben, lediglich in einzelnen Situationen Unsicherheiten verspüren oder wiederkehrend Schwierigkeiten erleben.
    Hier kann das Training ganz gezielt bestimmte störende kommunikative Bedingungen oder Wechselwirkungen sichtbar machen und zur Reflexion zur Verfügung stellen.
 

 

Voraussetzung für ein Sensibilisierungs-Training:

     

  • Mindestens eine Ton- oder Videoaufnahme einer "typischen" Gesprächssituation
    aus Ihrem beruflichen oder nicht-beruflichen Alltag.

    Oft wird mit Recht die Frage gestellt, ob die Situation der Aufnahme der eigenen Gesprächsführung
    nicht zu einem hohen Grad an Künstlichkeit führt und die "reale Situation" dadurch verzerrt.
    Eine gute Möglichkeit der Vorbeugung ist es, mehrere Gespräche aufzunehmen,
    so dass man sich an die Situation der Aufnahme gewöhnt.
    Dadurch können Effekte, dass man sich durch die Aufnahme gehemmt oder irritiert fühlt
    oder "eine besonders gute Gesprächsführung" inszeniert, erfahrungsgemäß stark reduziert werden.
    Für das Training wird dann gemeinsam ein Gespräch mit geringen Effekten ausgewählt.

     

  • Das Gespräch wird vorbereitend sprachwissenschaftlich verschriftet (transkribiert) und von mir analysiert.
 

 

Sensibilisierungstraining
und die Fähigkeit zum kommunikativen Selbst-Coaching:

 

Durch das Training erfolgt eine grundlegende Sensibiliserung

  • für die Qualität der eigenen Gesprächsführung,
  • für die Entwicklung und den Verlauf von Kommunikationsprozessen,
  • für die Vielfalt und Formen der kommunikativen Mittel, die in jedem Gespräch eingesetzt werden,
  • und dafür, wie kommunikative Mittel förderlich oder hinderlich auf die Erreichung von Gesprächszwecken und Gesprächszielen wirken können.

 Diese Sensibilisierung fördert die Fähigkeit

  • relevante Kommunikationsphänomene zu erkennen,
  • auftretende Kommunikationsprobleme gezielter zu erfassen,
  • Kommunikationsprozesse und ihre Wirkung auf die Gestaltung von Beziehungen verstehen,
  • Alternativen und Lösungen zu entwickeln, auszuprobieren und ihre Veränderungskraft zu beurteilen.

 Langfristiges Ziel des Trainings ist die Förderung der Fähigkeit zum kommunikativen Selbst­Coaching,

  • d.h., die Fähigkeit, sprachwissenschaftliches Analysewerkzeug gezielt
    zur Beurteilung der eigenen Gesprächskompetenz einzusetzen,
  • und die Förderung der Fähigkeit, nach dem Training selbständig weiter
    an der Qualität der eigenen Gesprächsführung zu arbeiten.
 

 

Was beinhaltet ein Sensibilisierungs-Training und wie läuft es ab?

     

  • In einem Sondierungsgespräch klären wir Ihre Anliegen und Gesprächserfordernisse und überprüfen dabei,
    ob wir miteinander gut arbeitsfähig sind und ob dieses spezielle Trainings das Richtige für Ihr Anliegen ist.
  •  

  • Wir erarbeiten ein erstes Konzept - für Gesprächsaufnahme wie Training,
    das individuell an Ihr Anliegen und an Ihre örtlichen, zeitlichen und finanziellen Ressourcen angepasst ist.
  •  

  • Die Ton- oder Videoaufnahme des Gesprächs bzw. der Gespräche wird vorab gesprächsanalytisch aufbereitet, also transkribiert und von mir auf den Ist-Zustand hin diagnostiziert. Anschließend erfolgen eine oder mehrere Beratungseinheiten mit dem aufbereiteten Gesprächsmaterial, mit gemeinsamen, gesprächsanalytisch angeleiteten Analysen Ihres Gesprächs und mit systematischen Übungen zur Veränderung des Ist-Zustandes in Richtung Ihrer Gesprächsführungs-Desiderate.

 

Varianten des Trainings (Beispiele)  

  • Das Training kann einmalig oder begleitend erfolgen,
    in Form von Einzelberatung oder als Workshop für Kleingruppen und Teams.
  •  
  • Aus einem einmaligen Training kann sich auch eine "follow-up"-Struktur entwickeln, d.h. dass nach einem gewissen Zeitraum von Erprobung und Selbst-Coaching neuerlich ein Gespräch aufgenommen wird und in einer Coachingeinheit
    eine wissenschaftliche Evaluation der Veränderungen in der Gesprächsführungskompetenz durchgeführt wird.
  • Die Aufname und Verschriftung des Gesprächs kann – nach kurzer Einschulung – auch durch die TrainingsteilnehmerInnen selbst erfolgen. Ein eigenes Gespräch selbst zu verschriften, d.h., es sich sehr genau immer wieder in seinem Verlauf anzuhören, ist zeitlich natürlich deutlich aufwändiger, bewirkt aber sehr interessante zusätzliche Übungs- und Lerneffekte.

    Nachlesen?
    Hier gibt es eine ausführliche Darstellung einer Trainingsvariante mit MedizinstudentInnen:

     

Johanna Lalouschek

 

Kommunikatives Selbst-Coaching
Ein sprachwissenschafliches Trainingskonzept am Beispiel der klinischen Gesprächsführung
In: Analyse und Vermittlung von Gesprächskompetenz.

Michael Becker-Mrotzek & Gisela Brünner (Hrsg).

Peter Lang und Verlag für Gesprächsforschung 2004

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